General Motors
Bei General Motors handelt es sich um einen global operierenden US-amerikanischen Automobilkonzern, in dessen Besitz sich neben Opel auch etliche andere international bekannte Automarken wie Saab, Chevrolet, Vauxhall oder Cadillac befinden. Gegründet wurde General Motors im Jahre 1908 und konnte sich schnell im stetig wachsenden Auto- und Transportgeschäft behaupten. Trotz der schweren Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre baute General Motors seine marktführende Position weiter aus und galt ab 1931, dem Jahr der endgültigen Opel-Übernahme, als größtes Automobilunternehmen weltweit, ein Status, den die Firma 2007 an Toyota abgeben musste.
Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte General Motors durch seine Tochterfirmen gleichzeitig Deutschland und die USA. Die Rolle des Konzerns in dieser Zeit ist auch heute noch umstritten.
1955 konnte General Motors als erstes amerikanisches Unternehmen einen damals astronomischen jährlichen Umsatz von einer Milliarde Dollar verzeichnen. Der Automobilhersteller expandierte immer weiter und beherrschte den globalen Automarkt, 1981 erzielte General Motors einen Umsatz von 60 Milliarden, 2003 sogar von 185 Milliarden.
Seit 2004 jedoch verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zusehends, in jeder Jahresbilanz wurde seitdem ein erhebliches Minus in Milliardenhöhe aufgeführt. Eilig durchgeführte Sparmaßnahmen, Stellenstreichungen und Markenverkäufe erwiesen sich als nicht effektvoll genug, während vor allem die steigenden Benzinpreise und die beginnende Finanzkrise General Motors weiter belasteten. Seit 2008 war General Motors akut insolvenzgefährdet und erhielt Staatshilfen von knapp 14 Milliarden Dollar, die jedoch bei Weitem nicht ausreichten, um den Bedarf zu decken.
Am 1. Juni 2009 meldete General Motors schließlich Insolvenz an, nach der offiziellen Prüfung wurden das Gesamtvermögen auf 82,3 Milliarden Dollar und die Schulden auf 172,8 Milliarden Dollar beziffert. In der Folgezeit wurde der Konzern teilverstaatlicht, 60,8% der Aktien gingen an die USA, 11,7% an Kanada und 17,5% an die Automobilarbeitergewerkschaft UAW, 10% werden unter den Gläubigern verteilt. Ein umfassendes Sanierungskonzept sieht die Veräußerung etlicher Tochterfirmen und zahlreiche Massenentlassungen vor, Opel wird zunächst in Besitz von General Motors verbleiben.